SIMSITY - ein Jahr danach

Die Klasse 6b hält die Erinnerung an „Schule als Staat“ wach / positive Bilanz

Seit dem Großprojekt „Schule als Staat“ des Eugen-Bolz-Gymnasiums Rottenburg ist inzwischen ein ganzes Jahr vergangen. Die kritischen Stimmen sind längst verstummt. Was geblieben ist, ist die Erinnerung an ein Planspiel, bei dem es nicht nur um Kapitalismus und Wirtschaft ging, sondern in erster Linie um Wertevermittlung und Demokratie mit all ihren Rechten, aber auch Pflichten und all ihrer Verantwortung. Die Klasse 6b unter der Leitung ihres Deutschlehrers Michael Blessing ließ die Projektwoche des vergangenen Schuljahrs noch einmal im Unterricht Revue passieren.

Fragt man Schülerinnen und Schüler des EBGs, was „Schule als Staat“ gebracht habe, so führen viele von ihnen an erster Stelle die „Stärkung der Gemeinschaft“ sowie „Spaß am Spiel“ an. 
Positiv erwähnt werden zudem die Authentizität des Projekts, das selbstständige Erarbeiten von Problemlösungsstrategien, die große Eigenverantwortung wie auch das hohe Maß an Eigeninitiative.
Letztere ist es auch, die die heutige Klasse 6b noch einmal dazu bewegte, sich Gedanken über „Schule als Staat“ zu machen. Was dabei herauskam, ist ein „Simsity-Logo“, das zeigt, dass die Klasse noch immer „Feuer und Flamme“ für dieses Projekt ist, sowie eine Vielzahl an kleinen Berichten, die beweisen, dass es vor allem um ein gutes Miteinander und um eine gemeinsame Sache – auch über Simsity hinaus - geht.
So schreibt Karolina Fischer: „An einem Nachmittag haben wir, die Altenheimgruppe, uns an der Eingangstür des Altenheims „Haus am Rammert“ getroffen. Wir hatten dort einen Auftritt. Im Programm waren Lieder und Gedichte, unter anderem ein Theaterstück. Es war ein sehr buntes und sehr erfreuliches Programm. Alle sagten, es sei ein sehr gelungener Auftritt gewesen. Dies alles geschah außerhalb des Projektes Simsity [...]“. Ein anderer Schüler berichtet über sein Dasein als Straßenmusikant: „Als ich eines Tages in Simsity nach der Arbeit in unser Klassenzimmer kam, fragte unser Klassenlehrer Herr Blessing, ob wir vielleicht Musik machen wollten. Vier sagten „Ja!“ und wir gingen mit ihm auf den Flur unserer Schule und machten Musik. Überall konnte man uns hören, die Leute blieben stehen und klatschten. An diesem Tag hatten wir einen Auftritt mit unserem Kindervarieté; deswegen hatte ich mein Instrument dabei. Als Abschluss spielte ich auf meiner Trompete. Am Ende hatte jeder von uns 15§, die die Leute spendeten. Dieser Tag war schön.“

Sylvia Kröger,  Nov. 2008  

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